Zuckermonster

Hilfe für Zuckersüchtige.

20.07.2017
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Ernährungs-Dschungel – Bist du auch manchmal verwirrt?

Je mehr man sich mit dem Thema „Gesunde Ernährung beschäftigt, desto frustrierender kann es sein. Immer wieder stößt man auf gegensätzliche Aussagen und zum Schluss ist man sich bei gar nichts mehr sicher. Wie oft höre und lese ich dann die wütenden und resignierten Satz: „Am besten isst man gar nichts mehr!“ – Aber das ist ja auch keine Lösung.

Lasst mich etwas Licht in den Dschungel bringen! Meiner Meinung nach ist es gar nicht so kompliziert, erfordert aber ein bisschen Feingespür und die Bereitschaft, sich selbst etwas besser kennen zu lernen.

Gesunde Ernährung ist einfach

Mir schwirrte damals auch der Kopf von den vielen Infos und lasst euch sagen, es wird immer komplizierter, je weiter man in das Thema eintaucht. Ich habe mich darin damals fast verloren, bis ich eines begriffen habe: Ich muss eine Ernährungsform finden, die MIR passt. Nicht eine, die in den Köpfen von anderen entstanden ist. Sondern eine, bei der ich fühle, dass sie mir gut tut!

Also habe ich all das Wissen genutzt, aber dann alles am eigenen Körper ausprobiert. Richtig gut hat das erst funktioniert, als der Zucker aus dem Spiel war. Er hat zu sehr mitgemischt, mein inneres Gefühl manipuliert („Du braucht wirklich Schokolade! Echt!“) und ließ mich meine Verdauung missinterpretieren. Wusstet ihr, dass Zucker noch bis zu drei Wochen nach dem Konsum die Verdauung beeinflussen kann und so z.B. Vollkornprodukte und Kohlgerichte schwer verdaulich macht? (Stichwort: Pups!) Erst als der Zucker aus dem System war, konnte ich richtig spüren, was mir gut tat und was nicht. Ab da ging es bergauf!

Meine eigene Ernährung

Ich fühlte, was gut für mich war und was mir nicht so gut bekam. Jeder Mensch empfindet anders. Wir sind alle verschieden, haben eine unterschiedliche Darmflora, reagieren nicht identisch auf Situationen (Stressreaktion haben großen Einfluss auf die Verdauung) und manche haben gar nicht die passenden Enzyme für bestimmte Gerichte (siehe Milchprodukte). Noch dazu wechseln unsere Bedürfnisse ständig, das fängt mit den Temperaturschwankungen der Jahreszeiten an und endet bei der jeweiligen Lebenssituation der Person. Habt ihr schon einmal beobachtet, dass ihr bestimmte Lebensmittel nur im Urlaub richtig gut vertragen könnt? Weiterlesen →

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19.07.2017
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Bananenbrot – weniger süß und mit Pastinake

Diesmal möchte ich euch einen amerikanischen Klassiker vorstellen, der normalerweise sehr süß ist: Bananenbrot. In diesem Rezept sorgen aber nur zwei Bananen und 2-3 Pastinaken für die Süße und es funktioniert sehr gut! Ausserdem ist schon wieder verstecktes Gemüse drin! Genial!

Ich stelle euch die gebratene Variante vor, die ein sehr leckeres Sonntags-Frühstück hergibt. Mit (Kokos-)Joghurt, ein paar Beeren und ordentlich Zimt erhält man einen guten und sättigenden Start in den Tag.

Die Vorteile bei diesem Bananen-Brot sind:

  • Industriezuckerfrei und insgesamt nur wenig Fructose, ein Triggerfaktor bei Zuckersucht
  • Ohne Gluten, ein weiterer Triggerfaktor
  • Der Zimt hilft bei der Stabilisierung des Blutzuckers
  • Die Kokosprodukte liefern gute Fette und machen ordentlich satt
  • Das Gemüse sorgt für eine Extra-Portion Nährstoffe

Das Brot ist also toll für alle, die weniger Fructose essen wollen, und die Nährstoffmenge in ihren Mahlzeiten erhöhen wollen. Mit diesem Rezept ist sogar im Frühstück Gemüse, wenn auch im Schlafrock. 🙂

Ich stelle euch ausdrücklich die Variante aus der Pfanne vor, da ich es leider noch nicht geschafft habe, dass das Brot so schön aufgeht, wie es in Sarahs Buch (siehe Simplicious) gezeigt wird. Weiter unten zeige ich euch ein Bild, wie es bei mir immer aussieht (nicht so gut!) – nach dem Braten spielt das aber keine Rolle mehr, ein Glück! In einer Muffinform geht der Teig allerdings gut auf, Muffins gelingen super. Weiterlesen →

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18.07.2017
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Vom Zucker und dem Glück

Seit ich zuckerfrei bin, ist in meinem Leben ein Thema immer weiter in den Vordergrund gerückt: Mein persönliches Glück und das Gefühl von Freude.

Heute empfinde ich deutlich häufiger Freude als früher. Zuckerfrei und Glück hängt für mich auf jeden Fall zusammen, aber mir war lange nicht klar, warum das so ist. Mein persönlicher Held Dr. Lustig* hat mich in dieser Sache etwas näher an die Lösung gebracht – zumindest wenn es um eine Erklärung im Bereich der Hormone geht.

Reine Definition?

Wenn es um das „gute Gefühl“ geht, werden in unserem Alltag schnell zwei Zustände über einen Kamm geschert. Es heißt dann „das schnelle“ und „das große“ Glück, dabei handelt es sich um zwei sehr verschiedene Emotionen, die sich auch im Körper messbar anders zeigen. Ich spreche vom Glücksgefühl auf der einen und vom Gefühl des Vergnügens auf der anderen Seite. Aber wo liegt da der Unterschied?

Vergnügen ist intuitiv, instinktiv, emotional und es kann mit Substanzen von aussen erreicht werden. Vergnügen kann man mit der Handlung „Nehmen“ in Verbindung bringen, und es wird alleine erlebt. Das Extrem von Vergnügen hat immer den Endpunkt Sucht.

Glück oder Glückseeligkeit dagegen ist spirituell, man kann es nicht von aussen mit Substanzen beeinflussen, Glück als Tat ist „Geben“ und wird meist in sozialen Gruppen erlebt. Glück macht niemals abhängig.

Dieser große Unterschied zeigt sich nicht nur in der Definition, sondern auch auf hormoneller Ebene. Der passende Botenstoff für das Vergnügen ist Dopamin, und der fürs Glück heißt Serotonin. Weiterlesen →

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17.07.2017
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Raw Cheesecake – Roher Käsekuchen

Was soll das denn sein? Roh? Und dann ist schon wieder Gemüse in einer süßen Sache? Ja, aber verstecktes Gemüse!

Mit gefällt es, wenn Gerichte einen großen Teil Gemüse enthalten. Da steckt die Power, Lebenskraft und Gesundheit drin. Und je größer der Gemüse-Anteil in der Ernährung ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass man die Sache mit dem Zucker in den Griff bekommt. Deshalb finde ich es um so cooler, wenn man Grünzeug in Gerichten versteckt, in denen man es nicht erwartet hätte. Und noch toller finde ich es, wenn man sogar beim Naschen noch einen Portion Gemüse bekommt.

Dieser rohe Käsekuchen ist eine Erfindung von Megan Gilmore (detoxinista.com) und er ist so gut, dass er längst in die Liste meiner regelmäßigen Gerichte aufgenommen wurde. Die Zutaten samt Herstellung erscheinen ein wenig seltsam, aber wenn man erst gekostet hat, werden die meisten überzeugt sein.

Die Herstellung ist fast schneller, als die von einem „normalen“ Käsekuchen – wenn man die längere Kühlzeit nicht mitberechnet. Der Kuchen muss nämlich am besten über Nacht ins Gefrierfach, das sollte man vorher bedenken.

Ungefähr eine halbe Stunde vor dem Essen sollte man den „Cheesecake“ aus dem Eisschrank genommen werden. Man kann ihn dann besser schneiden und er schmeckt halb gefroren auch besser. Die „Käse-Schicht“ wird durch das Auftauen extrem cremig. Komplett gefroren hat der Kuchen etwas von einer Eistorte, die sehr hart ist. Ein heißes Messer hilft beim aufteilen.

Den Kuchen komplett auftauen zu lassen funktioniert nicht. Dann entwickelt er sich wieder zurück zu der flüssigen Creme, wie bei der Herstellung.

Achso, und ihr solltet noch wissen, dass dies ein Rezept für einen kleinen Kuchen ist (Durchmesser ca. 12 cm). Rohkostkuchen sind meist sehr mächtig, und auch wenn dieser durch die Zucchini etwas leichter ist: man wird recht schnell satt.

Ein kleiner Tipp noch vorweg: Wenn ihr den Kuchen anbietet, erwähnt das Gemüse erst hinterher. Oder gar nicht.

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16.07.2017
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Spitzkohl-Salat mit Mandelmus-Dressing

Wenn ich Hunger habe, muss es oft schnell gehen. Gerade in der ersten Zeit der Ernährungsumstellung oder im Zuckerentzug sind schnelle, nährstoffreiche Gerichte Gold wert, damit man in Eile und aus Heißhunger nicht zu den Altbekannten greift, die man eigentlich nicht mehr essen wollte.

Spitzkohl-Salat ist so ein Gericht. Schnell gemacht, leicht und trotzdem sättigend – Meinen Dank an das Mandelmus*! Das Dressing wird damit so cremig, dass mir Sahne gar nicht mehr fehlt.

*Ich kaufe übrigens seit einigen Jahren das Mandelpürree von Urs Hochstrasser. Es ist von bester Qualität und ich möchte diesen Eimer (das Mus gibt es nur im Kilopaket) nicht mehr in meinem Kühlschrank missen.

Fangen wir mit dem leckeren Dressing an, dass ich für viele verschiedene Salate nutze. Ich rühre es einfach in der Salat-Schüssel an und gebe danach alle weiteren Zutaten dazu. Das geht schnell und spart Geschirr! 🙂 Weiterlesen →

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14.07.2017
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Roter Hummus

Hummus begleitet mich durch die Zuckerfreiheit, wie eine Boje auf hoher See, an der ich kurz mal verschnaufen konnte. Solange Hummus im Haus war, konnte ich auf Schokolade verzichten.

Die rote – fast schon pinke – Variante hat mich noch mehr an diese Boje erinnert. Man kann sie ganz einfach mit einer roten Bete zaubern. Der Geschmack wandelt sich so zu einem etwas frischeren und leicht „erdigen“ Note. Ich finde, dass rote Bete und Kichererbsen genial zusammen passen, und dass der Dipp so etwas leichter wird – ausserdem kann ich wieder mal ein bisschen mehr Gemüse im Essen verstecken!

In diesem Beitrag zeige ich euch auch eine leicht veränderte Zubereitungsart, mit der sich der Hummus noch schneller mixen lässt.

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26.06.2017
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Milchreis, vollwertig und trotzdem lecker

Ich war immer ein großer Milchreis-Fan. Überhaupt bin ich einer der Menschen, der gerne „breiige“ Dinge isst, aber das ist ja nicht Jedermanns Sache.

Bei Milchreis denke ich an eine dicke Schicht Zucker und Zimt oben auf dem Reis. Ich denke an übergekochte Milch und dickflüssigen Himbeersirup aus der Flasche, an Pflaumenkompott und den großen blauen Zuckerstreuer. Und dann sitze ich sofort wieder in der Küche meiner Oma. Die Schule ist aus und ich habe eine große Portion dampfenden Reis vor mir stehen. Mein Opa hat nur ein kleines Schälchen als Nachtisch. Er mochte Brei eben nicht so besonders gern.

Verrückt, wie bestimmt Speisen ein komplettes Lebensgefühl konservieren können. Und vielleicht ist es auch genau das, was mich so gerne an Milchreis denken lässt: zurück in die geborgene Kindheit.

Mochi-Reis

Heute ist der klassische Milchreis keine Option mehr für mich. Polierter weißer Reis verträgt sich nicht gut mit einer Zuckersucht, und auch danach (ich fühle mich nicht mehr süchtig) wäre es nicht die beste Idee. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich vor Jahren den Mochi-Reis entdeckt habe: ein süßer Vollkornreis, der Milchreis gut nachahmen kann. Und da ich Kuhmilch nicht vertrage, hab ich es mit Kokosmilch probiert. Anders, aber auch gut!

Mochi heißen eigentlich kleine japanische Reiskuchen, die man mit diesem Reis herstellt. Laut Wikipedia sind die gar nicht so ungefährlich: „Wegen ihrer Klebrigkeit und der Tradition, möglichst viele Mochis zur Feier des neuen Jahres zu essen, kommt es jedes Jahr zu Todesfällen durch Ersticken, was von japanischen Zeitungen in Form von „Neujahrs-Todesstatistiken“ berichtet“

Mochi-Reis gehört zu den Klebreis-Sorten, und deshalb macht er als Milchreis auch so eine gute Figur. Der Reis hat noch alles, was ein Reiskorn zum keimen und leben braucht und das kommt auch uns zu Gute. Vor allem bringt er deutlich mehr Ballaststoffe und einen höheren Anteil an Fett mit sich. Er sättigt also auch noch gut. Weiterlesen →

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22.06.2017
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Zitronen-Limonade ohne Zucker

Auch wir zuckerarm-lebenden haben ab und zu Lust auf ein anderes Getränk, als nur Wasser und Tee! 😉

Ehrlich gesagt, ist mir Wasser schon immer das Liebste. Nichts löscht besser meinen Durst, als ein großes Glas Wasser, kalt oder heiß – heißes Wasser ist schon seit frühester Kindheit mein Favorit im Winter. Aber was macht man im Sommer, wenn es draussen so heiß ist, und man doch mal Lust auf eine Limonade bekommt?

Hier ist die Lösung! Das wohl kürzeste Rezept auf diesem Blog:

Zitronenlimonade

Alles nach Geschmack mischen und genießen. Das Stevia-Pulver löst sich oft nicht vollständig und bildet kleine Klumpen, die sich dann am Glasboden sammeln. Wenn das passieren sollte, versucht es einfach mit einem Löffel etwas zu zerdrücken.

Man kann diese Basis jetzt natürlich noch veredeln: Pfefferminze, Basilikum, Holunderblüten, Eiswürfel, ein paar Beeren, Gurkenscheiben, … Seid kreativ! 🙂

Genießt den Sommer!

 

* Ich kann dieses Stevia-Pulver empfehlen, da es zwar nicht vollwertig, aber durch Sprühtrocknung noch relativ viele Anteile der Stevia-Pflanze enthält und keine Zusätze enthält. Es schmeckt nicht bitter, ist etwas leichter zu portionieren als Stevia-Granulat (weniger süß), und die Süße passt richtig gut zum Zitronengeschmack. Ausserdem triggert es nicht! Und noch etwas: Ich hab keinen Werbevertrag. 😉

 

Kleiner Hinweis

Achtung, die Limonade könnte im Entzug u.U. triggern, besser erst danach trinken.

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8.06.2017
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Zucker im Obst

Obst ist immer eine großes Thema hier! Wenn die Rede von Zucker – und besonders von Fructose – ist, dann fällt quasi im gleichen Moment die Frage nach dem Zucker im Obst. Nicht ohne Angst, denn nun befürchten viele, dass etwas am Obst schlecht sein könnte. Das Thema teilt sogar die Gemüter, denn einige schalten innerlich in dem Moment sogar total auf Ablehnung. Nicht nur einmal wurde mir gesagt „Ach, du bist ja die, die gegen Obst ist! Das ist ja gar nicht meins.“

Also eins erst mal vorweg: Ich liebe Obst und hab‘ auch nichts dagegen! Aber ich bin ein großer Freund davon, es für einen kurzen Zeitraum mal weg zu lassen und zu sehen, wie der Körper darauf reagiert. Dazu schreibe ich unten im Text mehr.

Zucker kennt viele Namen

Das Wort Zucker umschreibt viele verschiedene Arten. Der Zucker, über den ich hier auf Zuckermonster spreche, ist vor allem isolierter Einfach- und Zweifachzucker. Saccharose, unser Haushaltszucker, besteht aus den beiden Zuckern Glucose und Fructose, die aus der Zuckerrübe extrahiert wurden. Sie wurden von den restlichen Teilen der Zuckerrübe getrennt und man bezeichnet sie als isolierte Zucker, die in dieser Form in der Natur nicht vorkommen. Die Natur liefert Zucker immer in Begleitung von Ballaststoffen und anderen Nährstoffen. Und damit kommen wir auch gleich zum Hauptproblem von Saccharose: mit ihr essen wir einen Stoff, den unser System nicht kennt, und so muss unser Körper große Anstrengungen unternehmen um damit klar zu kommen. Das bleibt auf Dauer nicht folgenlos. Weiterlesen →

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29.05.2017
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Zuckermonster im Radio

Heute morgen war ich im Radio zu hören! Annette Radüg hat mich zum Thema Zuckersucht interviewt und wir haben einen netten kleinen Plausch darüber gehalten.

Den kurzen Mitschnitt könnt ihr euch hier anhören:

 

Es hat Spaß gemacht! 🙂

ANNETTES FLURFUNK

Täglich in der Annette-Radüg-Show: Annette plaudert mit Ihnen über Ihren Job oder Ihre Lebensaufgabe. Dinge, die Ihnen wichtig sind und Anekdoten aus Ihrem Leben. Dazu können Sie sich Ihren Lieblingshit wünschen. Immer von Montag bis Freitag ab 11 Uhr in der Annette-Radüg-Show.

 

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