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Bananenbrot – weniger süß und mit Pastinake

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Diesmal möchte ich euch einen amerikanischen Klassiker vorstellen, der normalerweise sehr süß ist: Bananenbrot. In diesem Rezept sorgen aber nur zwei Bananen und 2-3 Pastinaken für die Süße und es funktioniert sehr gut! Ausserdem ist schon wieder verstecktes Gemüse drin! Genial!

Ich stelle euch die gebratene Variante vor, die ein sehr leckeres Sonntags-Frühstück hergibt. Mit (Kokos-)Joghurt, ein paar Beeren und ordentlich Zimt erhält man einen guten und sättigenden Start in den Tag.

Die Vorteile bei diesem Bananen-Brot sind:

  • Industriezuckerfrei und insgesamt nur wenig Fructose, ein Triggerfaktor bei Zuckersucht
  • Ohne Gluten, ein weiterer Triggerfaktor
  • Der Zimt hilft bei der Stabilisierung des Blutzuckers
  • Die Kokosprodukte liefern gute Fette und machen ordentlich satt
  • Das Gemüse sorgt für eine Extra-Portion Nährstoffe

Das Brot ist also toll für alle, die weniger Fructose essen wollen, und die Nährstoffmenge in ihren Mahlzeiten erhöhen wollen. Mit diesem Rezept ist sogar im Frühstück Gemüse, wenn auch im Schlafrock. 🙂

Ich stelle euch ausdrücklich die Variante aus der Pfanne vor, da ich es leider noch nicht geschafft habe, dass das Brot so schön aufgeht, wie es in Sarahs Buch (siehe Simplicious) gezeigt wird. Weiter unten zeige ich euch ein Bild, wie es bei mir immer aussieht (nicht so gut!) – nach dem Braten spielt das aber keine Rolle mehr, ein Glück! In einer Muffinform geht der Teig allerdings gut auf, Muffins gelingen super.

Simplicious – 306 zuckerfreie Rezepte

Das Rezept ist aus einem tollen Buch von Sarah Wilson, dass es leider nur in englischer Sprache gibt: Simplicious. Ich habe aber die Erlaubnis bekommen, dieses Rezept für euch zu übersetzten.

Sarah war auch zuckersüchtig, krank und ist seit ein paar Jahren zuckerfrei. Sie bietet die „I quit Sugar“-Kurse in Australien an und hat schon einige Bücher veröffentlicht. Vielleicht kennt ihr die beiden „Goodbye Sugar“-Bücher.

Simplicious ist voller praktischer Tipps, zuckerfrei und nachhaltig – allerding sind viele Rezepte fleischlastig oder enthalten Milchprodukte, das zur Info. Trotzdem, die vielen Tipps sind es alleine schon wert. Wenn Englisch also kein Hindernis ist, kann ich dieses Buch nur empfehlen, denn eine Übersetzung ist vorerst nicht geplant.

Bananen-Ersatz

Im Buch wird erwähnt, dass die Bananen während des zweiten Weltkrieges selten waren, und dass die Hausfrauen damals gekochte und zerdrückte Pastinake mit Gewürzen als falsche Bananen genutzt haben. Eine gute Ausgangslage für dieses Rezept also.

Noch als Info: Das Brot hält sich ca. 5 Tage im Kühlschrank. Ich friere es aber lieber ein und nutze ab und zu, wenn ich Lust auf ein besonderes Frühstück habe, zwei Scheiben davon. Dafür muss man das Brot nur schneiden und mit ein wenig Papier zwischen den Scheiben ins Kühlfach legen (bis zu 3 Monaten).

„Not quite Banana Bread“ – Bananenbrot mit Pastinake

  • 2 große, sehr reife Bananen
  • 150g geschälte und geschnittene Pastinaken
  • 4 Eier
  • 75g Kokosöl
  • 2 EL Kokosmilch
  • 1,5 TL Zimt
  • 0,5 TL Muskatnuss
  • 1 TL Vanille-Pulver
  • 2 EL Chia-Samen in 250 ml Wasser gerührt und für 10 Minuten eingeweicht
  • 55g Kokosmehl, gesiebt
  • 4 EL Buchweizen- oder Quinoa-Mehl, gesiebt
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1 Prise Meersalz

Zum garnieren (optional)

  • 1 kleine, dünne Pastinake, halbiert in Längsrichtung
  • Buchweizen (über Nacht eingeweicht) oder zerkleinerte Kokosnuss

Den Backofen auf 180ºC vorheizen und eine Form mit den Maßen 23 x 13 cm (oder eine Muffinform) heraus suchen und einfetten. Die Bananen, zerkleinerte Pastinaken, Eier, Kokosöl, Kokosmilch, Gewürze und Vanille in einen Mixer oder Küchenmaschine geben und so lange mixen, bis eine glatte Creme entstanden ist. Dann die Chia-Samen-Masse ebenfalls mitmixen.

 

Die Creme in eine große Schüssel geben und die gesiebten Mehle, das Backpulver und das Salz unterheben. Alles in die Form geben, mit der Pastinake und den aktivierten Buchweizenkörnern dekorieren und in den Ofen schieben.

Das Brot soll eine Stunde backen und wird besser nach 45 Minuten mit einem Papier abgedeckt, damit es nicht verbrennt. Nach 60 Minuten mit einem Stab prüfen, ob es durch ist und heraus nehmen, 5 Minuten ruhen lassen und danach aus der Form nehmen und auf einem Rost kalt werden lassen.

So sieht das Brot bei mir aus. Vielleicht liegt es an der falschen Deko oder daran, dass ich das Mehl bisher immer mit in den Mixer gegeben habe um eine weitere Schüssel zu sparen – ich weiß es nicht, aber ich bleibe dran.

   

Die einzelnen Scheiben lassen sich sehr gut mit Kokosöl oder in Butter braten. Es erinnert ein bisschen an „Arme Ritter“ und schmeckt mit (Kokos-)Joghurt und ein paar Früchten sehr lecker! Das Brot kann auch getoastet und einfach mit Butter genossen werden, aber dafür wäre es besser, wenn es vorher beim Backen etwas mehr aufgehen würde. (Bei den Muffins hat es ja geklappt, deshalb weiß ich es.)

Und so friere ich die Scheiben ein:

 

Demnächst geht es wieder los! „Endlich zuckerfrei!“ startet in die nächste Runde! Wenn du dabei sein willst, schau doch mal vorbei!

 

Sonntagsfrühstück #zuckerfrei und #glutenfrei dafür aber #verstecktesgemüse Rezept folgt bald auf dem Blog

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