Zuckermonster

Hilfe für Zuckersüchtige.

Ernährungs-Dschungel – Bist du auch manchmal verwirrt?

| 4 Kommentare

Je mehr man sich mit dem Thema „Gesunde Ernährung“ beschäftigt, desto frustrierender kann es sein. Immer wieder stößt man auf gegensätzliche Aussagen und zum Schluss ist man sich bei gar nichts mehr sicher. Wie oft höre und lese ich dann den wütenden und resignierten Satz: „Am besten isst man gar nichts mehr!“ – Aber das ist ja auch keine Lösung.

Lasst mich etwas Licht in den Dschungel bringen! Meiner Meinung nach ist es gar nicht so kompliziert, erfordert aber ein bisschen Feingespür und die Bereitschaft, sich selbst etwas besser kennen zu lernen.

Gesunde Ernährung ist einfach

Mir schwirrte damals auch der Kopf von den vielen Infos und lasst euch sagen, es wird immer komplizierter, je weiter man in das Thema eintaucht. Ich habe mich darin damals fast verloren, bis ich eines begriffen hatte: Ich muss eine Ernährungsform finden, die MIR passt. Nicht eine, die in den Köpfen von anderen entstanden ist. Sondern eine, bei der ich fühle, dass sie mir gut tut!

Also habe ich all das Wissen genutzt, aber dann alles am eigenen Körper ausprobiert. Richtig gut hat das erst funktioniert, als der Zucker aus dem Spiel war. Er hat zu sehr mitgemischt, mein inneres Gefühl manipuliert („Du braucht wirklich Schokolade! Echt!“) und ließ mich meine Verdauung missinterpretieren. Wusstet ihr, dass Zucker noch bis zu drei Wochen nach dem Konsum die Verdauung beeinflussen kann und so z.B. Vollkornprodukte und Kohlgerichte schwer verdaulich macht? (Stichwort: Pups!) Erst als der Zucker aus dem System war, konnte ich richtig spüren, was mir gut tat und was nicht. Ab da ging es bergauf!

Meine eigene Ernährung

Ich fühlte, was gut für mich war und was mir nicht so gut bekam. Jeder Mensch empfindet anders. Wir sind alle verschieden, haben eine unterschiedliche Darmflora, reagieren nicht identisch auf Situationen (Stressreaktion haben großen Einfluss auf die Verdauung) und manche haben gar nicht die passenden Enzyme für bestimmte Gerichte (siehe Milchprodukte). Noch dazu wechseln unsere Bedürfnisse ständig, das fängt mit den Temperaturschwankungen der Jahreszeiten an und endet bei der jeweiligen Lebenssituation der Person. Habt ihr schon einmal beobachtet, dass ihr bestimmte Lebensmittel nur im Urlaub richtig gut vertragen könnt? Das Ganze ist extrem vielschichtig uns super interessant, aber gerade deswegen halte ich es für verrückt, alle Menschen über einen Kamm zu scheren und die EINE richtige Ernährungsform zu propagieren. Alte Gesundheitsschulen wie z.B. die traditionelle chinesische Medizin oder die Ayurveda haben damals diese Verschiedenartigkeit der Menschen durch intensive Beobachtung erkannt.

Für mich gibt es deshalb nur die eine richtige Ernährungsform für dich, und dafür bist du dein eigener Experte. Hol dir Hilfe, lerne über die Lebensmittel und Körperfunktionen, aber fühle selber, was wahr für dich ist.

Ich geb‘ euch drei gute Tipps mit auf den Weg:

  • Haltet euch an unverarbeitete Lebensmittel – so, wie sie aus der Natur kommen. Damit könnt ihr erst einmal nichts falsch machen, denn daran sind wir seit ewigen Zeiten gewöhnt. Wenn das euer Maßstab ist, und ihr überprüft, wie die Lebensmittel hergestellt und gezüchtet werden, habt ihr schnell den Durchblick. Ab da wird auch klar, warum Milchprodukte, Weizen und Fette aus bestimmten Produktionen Schwierigkeiten machen können – sie sind einfach nicht mehr natürlich.
  • Ohne Zucker – Versucht den Industriezucker aus euerm Leben zu verbannen, damit ihr wieder besser spüren könnt, was euch wirklich gut tut.
  • Macht euch nicht so viel Stress! Wählt immer die bessere Alternative, wenn ihr etwas essen wollt: Hirse statt weiße Pasta, Kartoffeln statt Pommes, Nüsse statt Gummibärchen, Naturjoghurt anstelle von Schokoladenpudding. – Die perfekte Ernährung ist nämlich fast unmöglich zu erreichen und solange wir ihr hinterherlaufen, können wir nur frustriert reagieren. Konzentriert euch auf den Fortschritt, auf die bessere Ernährungsform, auf das, was ihr optimiert habt. Das macht gute Laune! Wichtig für eure Gesundheit ist nämlich das, was ihr esst, trinkt und denkt. Wenn ihr mies drauf seid, dann kann auch das bester Superfood nur wenig Heilung bringen.

Hört darauf, was euer Körper euch mitteilt und überprüft alles – auch diesen Text – ob es richtig für euch ist. Euer Körper weiß besser als jeder Experte, was gut für euch ist; ihr müsst nur seine Sprache verstehen lernen.

 

 

Wenn du was ändern willst:

Falls du diese Art der Ernährung, und das Gefühl für deinen eigenen Körper, wieder erlernen möchtest, schlag‘ ich dir vor, an meinem Kurs teilzunehmen: www.endlichzuckerfrei.de
Mein Ziel ist es, dass du wieder genau spüren lernst, was du brauchst.

 

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4 Kommentare

  1. Liebe Ilga,

    ich liebe Deinen Blog und werde mich zum Zuckerfrei – Kurs anmelden. Ich bin schon sehr gespannt.

    Bitte mach weiter so!

    Liebe Grüße
    steffi

  2. Hallo Ilga!

    Wow. Das habe ich auch im Zuckerkurs noch nicht mitbekommen, dass Zucker bis nach drei Wochen im Darm die Verdauung beeinflußt. Dann reicht ja wohl schon eine einzige Ausnahme!!! Kuchen am Sonntag oder Eisessen???
    Weißt du, ob das dann auch für Obst und Zuckerersatzstoffe wie z.B Xylit gilt?
    Wahrscheinlich macht das dann auch Zwiebel, Knoblauch und Hülsenfrüchte schwerer verträglich! Da habe ich immer noch so meine Probleme mit.

    Sei ganz herzlich gegrüßt!
    Und ich würde mich immer noch über eine „Fortgeschrittenengruppe“ freuen!
    Beatrix

    • Ich habe den Eindruck, dass die Beeinflussungen bei jedem anders sind. Es kommt bestimmt auf die Darmflora an, die sich ja auch immer unterscheidet. Ich persönlich kann für mich sagen, dass Obst auch einen Einfluss hat. Xylit beeinflusst die Darmflora auch. Aber das kann man am besten nur für sich beobachten und herausfinden.

      Bei mir war es zumindest so: Je gesünder die Darmflora würde, desto besser hab‘ ich auch Bohnen und Zwiebeln vertragen.

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