Zuckermonster

Hilfe für Zuckersüchtige.

Rezepte

Ich bin der Meinung bin, dass es ohne zuckerfreie Zeit ziemlich schwierig wird, das Zuckermonster in den Griff zu bekommen. Deshalb findest du in der ersten Kategorie Rezepte ohne Industriezucker und Fructose. Ausserdem halte ich mich dabei ganz an Dr. Brukers Zitat: „Die Zuckergier [der Kinder] ist ein klassisches Zeichen des Vitalstoffmangels und dafür, daß bereits eine Abhängigkeit besteht.“ und hab die Gerichte voll mit Nähstoffen gepackt, die dir helfen können, den Zucker-Jieper in den Griff zu bekommen. (hier steht mehr dazu)

In der zweiten Kategorie sind Rezepte, die keinen Industriezucker enthalten. Es sind Süßspeisen dabei, die mit natürlicher Fructose aus Früchten, mit Honig, rohem Agavendicksaft oder Palmblütenzucker oder ähnlichem gesüßt werden. Es kann sein, dass dir die Gerichte vor einer Umstellung zur zuckerfreien Ernährung nicht süß genug sind. Nach einem Zuckerentzug, bei dem sich automatisch der Geschmacksinn verändert, können sie aber eine gute Hilfe sein, nicht wieder rückfällig zu werden.

Während eines Entzuges besteht die Gefahr, dass diese Süßspeisen das Zuckermonster unnötig füttern. Ich würde vorsichtig sein und diese Rezepte nur im absoluten Notfall nutzen, bevor du in den Supermarkt läufst und dir eine Tafel Schokolade kaufst. Bitte sei dir dann im Klaren darüber, dass der Entzug damit zwar kurzfristig etwas leichter wird, aber die gesamte Entzugszeit dadurch leider verlängert wird.

Erste Kategorie

Brennnessel-Quinotto
Zucchini-Suppe
Rohe Zucchini-Suppe
Brühe ohne Pulver
Hummus
Flohsamen-Brot
Mayonnaise
Flohsamen-Brot mit Quinoa-Flocken (glutenfrei)
Nudel-Himmel
Hafermilch
Quinoa-Pizza
Löwenzahnwurzel-Kaffee
Zucchini-Puffer
Gebratener (Blumenkohl-)Reis
Leckeres Hirse-Frühstück („erste Kategorie“ wenn die Beeren weggelassen werden)
Glutenfreies Brot
Veganer Butterersatz
Mandel-Kokos-Milch
Cashew-Käse-Crème
Zitronenlimonade (Achtung, könnte im Entzug u.U. triggern)

Zweite Kategorie

Schokoladenpudding
Marmelade mit Flohsamenschalen-Pulver
Warmer Kakao
Chia Pudding
Schnelle Eiscreme
Fluffige Maronen-Buchweizen-Pfannkuchen
Vanille-Bananen-Pudding und -Grießbrei
Waffeln
Süßkartoffel-Schoko-Creme
Haferkekse
Rice Crispies

 

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7 Kommentare

  1. Liebe Ilga, eine schöne Seite hast Du gebastelt, allerdings muss ich Dich auf einen großen Irrtum aufmerksam machen. Du schreibst, dass Du für Deine süßen Rezepte Agavendicksaft verwendest. Agavendicksaft ist eines der giftigsten Süßungsmittel überhaupt, da es zu mehr als 80% Fruktose enthält. Fruktose ist das ganz große Problem und weitaus schlimmer als selten mal ein Brötchen aus weißem Mehl. Du hast es in Deiner Erklärung auch selbst geschrieben, es wird ohne Insulin über die Leber verstoffwechselt. Bitte schau Dir hierzu den Vortrag von Robert Lustig auf YouTube an: Sugar, the bitter truth. Ein wahrer Augenöffner. Ansonsten wünsche ich weiterhin guten Erfolg viele Menschen zu erreichen. Ich lebe schon seit einigen Jahren zuckerfrei (allerdings bin ich auf Hochzeiten und großen Familienfeiern ein anständiger Gast 😉 und verbuche die Sünde unter allgemeines Lebensrisiko) und das größte Problem ist bisher das Unverständnis anderer Menschen. Mein Keller ist voller selbst zubereiteter Soßen, Ketchup – mein Tiefkühler mit dem Gemüseüberschuss aus dem Sommer gefüllt. Man verzichtet auf nichts 🙂 Da Du ein mit offenen Augen durch´s Leben schreitender Mensch bist, würde ich Dir auch gerne noch einen neuen Impuls geben – falls Du das nicht schon kennst und lebst: Solawi. Wir sind Mitglieder einer Demetersolawi und seitdem hat sich mein Leben noch einmal mehr verbessert.

    • Hallo Anja! Danke für den Tipp und die guten Wünsche!
      Ich kann dich beruhigen: ich bin wahrscheinlich eine der glühendsten Verehrerinnen von Dr. Lustig und bin mir über seine Lehren und die Folgen von Fructose im Klaren. In meinen Kursen ist die Wirkung von Fructose ein Hauptthema.

      Ich nutze sehr selten Agavendicksaft, und wenn, dann nur rohen, da er wenigstens noch ein paar Nährstoffe mitliefert. Wie das mit allen Dingen so ist: die Menge macht das Gift. Ein bisschen Agavendicksaft schafft jede Leber. Aber wenn er bei einer durchschnittlichen Ernährung noch „on top“ kommt, haben wir ein dickes Problem.

      In meinen Rezepten erwähne ich unter anderem Agavendickssaft, um die Lesern, denen das Thema komplett neu ist, erst einmal sensibel dafür zu machen, dass man Industrie-Zucker komplett weglassen kann. Wenn du ein bisschen tiefer in mein Blog einsteigst, wirst du lesen, dass ich ein Hauptanliegen habe: möglichst wenig Zucker (in jeder Form) zu essen und den Geschmackssinn für Süß wieder empfindlicher zu machen. Wenn das erreicht ist, und isolierte Kohlenhydrate (z.B. Zucker und weißes Mehl) aus der täglichen Ernährung verschwunden sind, ist eine seltene Süßigkeit, ob sie nun mit Saccharose, Ahorn- oder Agavendicksaft gesüßt wurde, für uns verkraftbar.

      Für die Zuckersüchtigen unter uns ist es ein bisschen komplizierter, denn sie können auch durch eine minimale Menge Fructose wieder getriggert werden.

      Ich halte nichts davon, ein Nahrungsmittel komplett zu verteufeln, weil die meisten in einer geringen Dosis ohne großen Folgen konsumiert werden können. Ausserdem führt diese komplette Ablehnung meiner Erfahrung nach zu einer großen Ablehnungshaltung in der Bevölkerung. Daher kläre ich lieber ein wenig differenzierter auf.

  2. Hallo,
    sehr interessante Seite.

    Nur: Wie gelingt es einem, sich zuckerfrei zu ernähren und so, dass man alle Nährstoffe aufnimmt, die man braucht, wenn man auf Nüsse, Soja, Mandeln, Äpfel, Birnen, Kirschen und sonstiges Kernobst allergisch reagiert (Bauschmerzen, Durchfall usw)?

    Und was mich verwirrt: die eine sagt, möglichst kein Zucker, der andere sagt, keine tierischen Produkte, der dritte sagt, Sonnenblumenöl ist nicht gut usw. usw. usw. Da bleibt letztlich fast nichts übrig, was man noch essen darf. Könnte man nicht auch einfach sagen: alles in Maßen und gut is?
    Das Thema Essen scheint mir immer mehr aufgrund der vielen Kritiken und Verbote zu einem Stressfaktor zu werden, dem der Spaß abhanden kommt. Man hat bei jeder Auswahl das Gefühl, etwas falsch zu machen (was nicht heißen soll, dass ich nicht selber merke, dass es mir zB nach hohem Zuckerkonsum nicht gut geht).

    Mich macht das ratlos.

    • Hallo Elke,
      ja das ist wirklich ein Dschungel.

      Zuerst einmal zum „Nährstoffreichen Essen“:
      Man kann sich sehr gut ohne Obst, Soja (ohnehin nicht die beste Wahl) und Nüsse ernähren. Wir haben tolle Möglichkeiten über frisches Gemüse, gesunde Fette und komplexe Kohlehydrate viele Nährstoffe aufzunehmen. Das alles bedeutet aber, dass man die Ernährung und die Einstellung umstellen muss. Das ist manchmal erst etwas unbequem, aber dann kann es auch passieren, dass Allergien verschwinden. Wie das genau funktioniert, erkläre ich innerhalb von 7 Wochen in meinem „Endlich zuckerfrei!“-Kurs. http://www.endlichzuckerfrei.de

      Ich bin der Meinung, dass es keine eine richtige Ernährungsform für alle Menschen gibt. Wir sind zu verschieden, kommen mit unterschiedlichen Bedürfnissen auf die Welt und haben auch sehr verschiedene Lebensmodelle.

      Und ich bin auch der Meinung, dass wir eigentlich sehr gut alleine erspüren können, was wir brauchen und das das die einzige Vorgabe sein sollte. Was tut mir gut, und was brauche ich als nächstes. Leider wird diese Fähigkeit meist durch süchtigemachende Lebensmittel verdeckt. Niemand kann seine eigene Stimme hören, wenn die Sucht nach Zucker ruft.

      Was du isst, sollte sich nicht nach Vorgaben von anderen richten, sondern nur nach deinen eigenen Maßstäben. Du kennst dich am besten. Und damit du die Zeichen deines Körpers wieder richtig deuten kannst, ist es sehr wichtig Süchte loszuwerden. Die lassen uns nämlich ganz schön im Dunkeln zurück und leiten uns dann in die Irre.

      Zuckerhunger ist fast nie ein Zuckermangel im Körper. Zuckerhunger ist fast immer ein Wunsch nach Nährstoffen, die dem Körper gerade fehlen.

      Ich wünsch‘ dir alles Gute! Erinnere dich an dein inneres Wissen und lass‘ dir nichts erzählen. 🙂

  3. Die Yacon / Inkawurzel
    wurde bei uns in der BRD eine zeit lang nicht mehr angebaut,
    wegen dem Novel Food Verbot, es ist seit anfang 2014 wieder bedingt aufgehoben, und deshalb kann die saftige süsse Wurzel (Knolle) wieder im IN gekauft werden, geniesst die Wirkung der Heilwurzel als frisches Produkt oder getrocknet,
    es ist erhältlich bei :
    Gärtnerei : Rosengarten Berg , Email : rosen.garten@web.de

    hier gibt es fast das ganze Jahr frische Wurzeln.

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