Zuckermonster

Hilfe für Zuckersüchtige.

Verzichtsfasten – Was passiert beim Zuckerentzug?

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Es ist wieder so weit: der wilde Karnevals-Trubel ist fast vorbei und am Mittwoch beginnt die Fastenzeit. Religiös motiviert oder nicht, ich weiß von Vielen, dass sie sich für die 40 Tage vornehmen, auf eine – ihnen wichtig gewordene – Sache zu verzichten. Fernsehen, Konsum, Facebook oder auch Zucker. Das Verzichtsfasten spielt in unserer Überflussgesellschaft eine immer größere Rolle, da sich in dieser Zeit eine Fokussierung auf das Wichtige im Leben ermöglicht.

Vielleicht bist du gerade hier gelandet, weil du dir vorgenommen hast, in dieser Zeit auf Zucker zu verzichten. Vielleicht bist du auch schon dabei, und gerade in einer Phase, in der es dir so richtig schwer fällt und du nach Hilfe suchst?

Herzlich Willkommen! Setz dich hin, nimm dir einen … Tee! Hier bist du richtig!

Auf diesem Blog gibt es sehr viele Infos zum Thema Zuckerentzug. In diesem Beitrag will ich dir kurz und knapp drei wichtige Fragen beantworten:

Wie lange dauert der Zuckerentzug?

Die Dauer des Zuckerentzugs ist bei jedem verschieden. Manche haben schon nach 3–4 Tagen keine Beschwerden mehr, und andere spüren über zwei Wochen immer wieder Zuckerhunger oder Entzugserscheinungen. Bei der Beachtung von ein paar Regeln kann man diese Zeit aber deutlich zu verkürzen, und schnell ein innere Ruhe verspüren. Hier gibt es ein paar Tipps und Tricks dazu.

Die meisten schildern aber spätestens nach einer knappen Woche eine deutliche Erleichterung und erreichen eine erste Hochphase! Sie werden direkt belohnt für die zuckerfreie Zeit, und der Körper bedankt sich oft mit einem Wohlgefühl, besserem Schlaf, weniger Schmerzen und mehr Energie.

Aber wie es so ist im Leben, gibt es auch beim Zuckerentzug Wellenbewegungen. Dieses Hoch kann sehr schnell von fehlendem Durchhaltevermögen und Zweifel abgelöst werden. Das Zuckermonster versucht alles, um wieder die Kontrolle zu übernehmen. Alte Gewohnheiten drängen sich auf, und natürlich meldet sich auch das lang bediente Belohnungssystem. „Wenn es mir schlecht geht, brauch ich eben Schokolade!“

Hier heißt es Durchhalten, denn auch wenn der Körper zum Teil schon mit dem Entzug klar kommt, muss auch die Seele hinterher kommen können. Jetzt zeigt sich oft die emotionale Bindung an den Zucker und da kann es von absolutem Vorteil sein, ein paar Menschen um sich zu haben, die gerade das Gleiche erleben. Die Unterstützung in einer Gruppe ist phänomenal. Marion Selzer hat gerade darüber geschrieben. Ein interessanter Artikel über ihre neue Erkenntnis, wie wertvoll der Entzug innerhalb einer Gemeinschaft sein kann.

 

Was für Entzugserscheinungen gibt es?

Die Entzugserscheinung sind so vielseitig, wie wir Menschen verschieden sind. Es gibt Klassiker, die oft auftreten, wie zum Beispiel Kopfschmerzen und Gereiztheit, aber auch Pickel, juckende Haut, verstärkter Hunger und schlechte Träume können vorkommen. Fast jedes Symptom kann somit direkt mit dem Entzug in Verbindung stehen, muss es aber nicht.

Ich will euch damit aber keine Angst machen, denn die Entzugserscheinungen sind nur halb so schlimm. Sie sind nicht angenehm, aber sie zeigen uns ganz deutlich, was für einen Einfluss der Zucker auf unser Leben hat. Wir können in den paar Tagen nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem ganzen Körper verstehen, was Zucker mit uns macht und wie sehr wir ihm ausgeliefert sind. Diese kurze Phase ist sehr lehrreich und zum Teil auch etwas schockierend. Wer das einmal erlebt hat, wird es so schnell nicht wieder vergessen, und Zucker mit anderen Augen sehen.

 

Mit welchen positiven Folgen kann ich rechnen?

Die meisten Menschen, die sich an den Zuckerverzicht wagen, können nach einer kurzen Zeit Verbesserungen spüren. In welcher Art und Stärke sie auftreten, hängt von vielen Faktoren ab, und da die Reaktionen so verschieden sind, kann ich dafür auch nicht garantieren. Nachfolgend zeige ich euch hier aber eine kleine Liste von Erfolgserlebnissen, die mir in meinen Kursen regelmäßig begegnen:

  • Erstmalig ein wahres Verlangen nach Nahrung verspüren
  • Der Eintritt von einem natürlichen Sättigungsgefühl
  • Das Verschwinden vom „suchenden Verhalten“ in der Küche – Schrank auf! Schrank zu!
  • Das Ablehnen von Süßigkeiten ohne Verzichtsgefühl
  • Ein sehr feiner Geschmackssinn, gefolgt von großem Genuss
  • Abschied von verschiedenen Leiden und Schmerzen
  • Festerer und besserer Schlaf
  • Stress kann deutlich besser zu verkraften sein
  • Gewichtsverlust

Und da wir schon mal bei den Vorteilen sind, hier noch eine Liste der möglichen gesundheitlichen Folgen, bei einer zuckerarmen Ernährung:

  • Die Chance auf Diabetes, Arteriosklerose, Erkrankungen des gesamten Herz-Kreislauf-Systems sinkt
  • Verbesserte Leber- und Blutfettwerte
  • Das Kariesrisiko sinkt deutlich
  • Die guten Bakterien im Darm können sich vermehren und eine gute Verdauung fördern. So werden alle Leiden, die infolge eines nicht intakten Darms auftreten, positiv beeinflusst. Das Immunsystem wird dadurch deutlich gestärkt.
  • Candida kann gestoppt werden
  • Sogar das Krebsrisiko kann sich durch eine zuckerfrei Ernährung senken

 

Klingt das nicht toll?

Wie wäre es also in diesem Jahr mit Verzichtsfasten?
Wir starten am Donnerstag mit dem nächsten Kurs und unterstützen dich in der Gruppe dabei!

Kein Stress: Der Entzug beginnt erst 10 Tage später, da wir uns vorher gründlich darauf vorbereiten. Kurz vor Ostern seid ihr damit durch und bereit für ein Leben in der Zuckerfreiheit! (Psst! Und nebenher verlieren die meisten noch ein paar Kilos!)

 

Der „Endlich zuckerfrei!“ Online-Kurs startet am 02.03.2017


Fastenkongress 2017

Wenn euch das Thema Fasten anspricht, kann ich euch den Fastenkongress 2017der heute startet – empfehlen! Eine tolle Sammlung von interessanten Interviews zu diesem großen Thema! Alles gratis! Ich habe auch daran teilgenommen. Mein Interview wird aber erst am nächsten Sonntag freigeschaltet.

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