Zuckermonster

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Zuckeralternative Yacon

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Seit Wochen wollte ich dieses Video und die Infos über Yacon ins Netz bringen, aber es lag sehr viel mehr an, als sich um Zucker-Alternativen zu kümmern. Ich bin seit Anfang März selbstständig, und daher gibt es im Moment eine Menge organisatorischer Dinge zu regeln. (Ausserdem hat das Video einen Fehler, aber ich kann es nicht noch einmal drehen, da es im Moment bei mir keine Yacon-Wurzeln gibt. – Lasst euch davon nicht stören.)

 

Yacón kommt aus den Anden und wird dort schon seit Jahrhunderten als Nahrungs- und Heilpflanze genutzt. Die Wurzel liefert verdauungsfördernde Nährstoffe, die für eine gute Darmgesundheit und somit auch ein stärkeres Immunsystem sorgen können. Ganz vorneweg werden in diesem Zusammenhang Inulin und Fructooligosaccharide genannt. Diese langkettigen Mehrfachzucker heißen auch Präbioatika, da sie die guten Bakterien im Darm füttern und den Dickdarm reinigen.

Yacon wird viele Heilwirkungen zugeschrieben. Eins der Heilversprechen ist ein großer Gewichtsverlust. Deshalb verkauft sich diese Wurzel im Moment sehr gut. Ganz besonders heiß gehandelt wird aber der sehr gut schmeckende Sirup.

Der Sirup enthält zwar auch kleine Mengen an den verdaulichen Einfach- und Zweifachzuckern Glucose, Fructose und Saccharose, die Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und die Leberfunktionen haben, aber er besteht zu einem großen Teil aus den unverdaulichen Zuckern Inulin und Fructooligosacchariden. Und trtozdem schmeckt der Sirup süß! Diese Zusammensetzung soll den Blutzuckerspiegel stabil halten und gleichzeitig die Verdauung so fördern, dass die Pfunde purzeln.

Das Pulver enthält die gesamte getrocknete Wurzel und deshalb auch weniger Zucker. Es schmeckt nur leicht süß, und kann gut in verschiedene Speisen gemischt werden. Leider klumpt es extrem und kann dann nicht mehr als Pulver genutzt werden. Die Brocken kleben so fest zusammen, dass man einen Mixer braucht, um sie mit dem Gericht zu vermischen.

Yacon wird gehypt und es ist schwierig an unabhängige Infos zu kommen, da sie meist nur von den Produzenten oder den Verkäufern veröffentlicht werden. Ich wäre die Erste, die darüber jubeln würde, wenn es sich bei demProdukt um den langersehnte Superzucker handeln würde, betrachte die Sache aber vorerst noch mit Skepsis.

Ich war trotzdem so neugierig und musste ihn eine Weile ausprobieren. Und hab es sehr genossen! Der Sirup schmeckt sehr gut, wirklich! Leider konnte ich aber keine positive Wirkung bemerken. Ich habe mich wirklich bemüht und wollte etwas finden! Allerdings hab ich auch keine große negative Wirkung spüren können. Einzig mein Süßgeschmackssinn änderte sich wieder etwas, und ich hatte schnell das Bedürfnis, süßer essen zu müssen, als gewohnt. Das hat zur Folge, dass mir zum Beispiel die 85%-95%ige Zartbitter-Schokolade weniger gut schmeckte, mit der ich sonst schnell einen kleinen Nasch-Appetit stillen kann.

Bei dem Preis ist es aber keine Alternative, alle Speisen mit Yaconsirup zu süßen. Schon allein deshalb bin ich wieder davon abgetreten.

Uneingeschränkt empfehlen kann ich aber die Wurzel! Sie ist ein ganz wunderbares Gemüse, das ungewohnte Sättigungsqualitäten hat. In dieser Form halte ich Yacon für besonders gesund. Nur leider ist die Wurzel nicht süß … dafür schmeckt sie frisch und ein bisschen wie eine ungesüßte Birne, ideal für eine obstfreie Zeit, in der man oft „etwas Frisches“ vermisst.

Alle weiteren Infos gibt es oben im Video oder hier und hier.

 

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3 Kommentare

  1. Die frische Yaconwurzel / Inkawurzel ist erhätlich,
    solange der Vorrat reicht, über den Link :
    https://www.garten-treffpunkt.de/lexikon/yacon.aspx

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